Bisher war die Anwendung eines Icon-Packs eine globale Entscheidung: Entweder übernahm der gesamte Homescreen das Pack, oder keine einzige App. Version 1.0.13 führt eine Einstellung pro App ein. Sie können ein Icon aus einem beliebigen installierten Pack wählen oder ein eigenes Bild importieren — für nur eine App, ohne den Rest zu verändern.

Diese Version behebt außerdem einen auf Oppo gemeldeten Absturz des Homescreens sowie zwei Fehler des neuen Icon-Auswählers, die während dessen Feinschliff entdeckt wurden.

Ein eigenes Icon für jede App

Ein langer Druck auf eine beliebige App — auf dem Homescreen, im Dock, im Drawer oder innerhalb eines Ordners — zeigt den Eintrag „Icon ändern" an. Der Auswähler bietet zwei Tabs.

Vorschläge

Der erste Tab zeigt das Original-Icon der App, gefolgt von dem, was jedes installierte Pack für genau diese App anbietet. Das ist der schnellste Weg, wenn eine App einfach den Stil eines Packs übernehmen soll, ohne das globale Theme zu ändern.

Durchsuchen

Der zweite Tab öffnet alle verfügbaren Icons, gruppiert nach Pack, das aktuell angewendete Pack an erster Stelle. Nichts zwingt zur ursprünglichen Zuordnung: Sie können einen Kompass auf eine Verkehrs-App setzen, eine Kamera auf einen Video-Editor, ein Spiele-Icon auf eine Verknüpfung. Hier wird die Personalisierung wirklich frei.

Dieser Tab bleibt auch ohne angewendetes Pack zugänglich: Die in Sola integrierten Packs stehen unabhängig vom globalen Theme immer zur Verfügung.

Eigene Bilder

Zwei weitere Einträge ergänzen den Auswähler: „Bild importieren" öffnet den Fotoauswähler, und „Aus Dateien" den Dateibrowser des Telefons — nützlich für eine Datei, die nicht in der Galerie liegt, etwa im Ordner Downloads.

Das gewählte Bild wird mittig quadratisch zugeschnitten, skaliert und anschließend im privaten Speicherbereich der App abgelegt. Die üblichen Formate werden akzeptiert: PNG, JPEG, WebP, HEIC, AVIF. Für ein optimales Ergebnis bleibt ein quadratisches PNG mit transparentem Hintergrund die beste Wahl: Die Transparenz bleibt erhalten, und die in den Einstellungen gewählte Icon-Form wird sauber angewendet.

Eine Schaltfläche „Zurücksetzen" bringt die App jederzeit zu ihrem Standardverhalten zurück.

Einen Ordner vom Drawer auf den Homescreen senden

Ein langer Druck auf einen Ordner im Drawer bietet jetzt „Auf Homescreen senden" an. Der Ordner wird mit allen seinen Apps auf dem ersten freien Feld des Homescreens neu erstellt. Das Original bleibt im Drawer erhalten: Es handelt sich um eine Kopie, keine Verschiebung.

Absturz des Homescreens

Das Symptom

Ein über die Play Console gemeldeter Bericht zeigte einen Absturz auf dem Oppo A79 5G (Android 14) beim Anzeigen des Homescreens. Die App schloss sich sofort, ohne Meldung.

Die Ursache

Das Homescreen-Raster wird mit einer Komponente aufgebaut, die verlangt, dass jedes angezeigte Element eine eindeutige ID trägt. Diese IDs leiteten sich vom Namen der App oder des Ordners ab. Technisch hindert jedoch nichts dieselbe App — oder denselben Ordner — daran, zwei Felder zu belegen: In der Datenbank identifiziert die Position ein Feld, nicht dessen Inhalt.

In diesem Fall trugen zwei Felder dieselbe ID, und die Anzeigekomponente weigerte sich, das Raster aufzubauen. Eine automatische Bereinigung existierte zwar, lief aber im Hintergrund — der Bildschirm konnte angezeigt werden, bevor sie abgeschlossen war — und berücksichtigte den Fall von Ordnern nicht.

Der Fix

Die Eindeutigkeit wird jetzt beim Anzeigen sichergestellt — dem einzigen Ort, an dem die Beschränkung tatsächlich gilt — und nicht mehr durch eine verzögerte Bereinigung. Derselbe Schutz wurde auf die sieben weiteren Listen ausgeweitet, die Apps oder Ordner anzeigen, um dieselbe Problemfamilie auch andernorts in der Oberfläche auszuschließen.

Ein eigener Test reproduziert nun genau dieses Szenario: Er baut ein Raster mit absichtlichen Duplikaten auf und prüft, dass es angezeigt wird. Entfernt man den Fix, schlägt dieser Test fehl — eine künftige Regression würde damit zuverlässig erkannt.

Zwei Fehler des Icon-Auswählers

Entdeckt während des Feinschliffs der Funktion, vor der Veröffentlichung.

Das gewählte Icon wurde nicht immer angewendet. Bereits gerenderte Icons werden im Speicher gehalten, um sie nicht bei jeder Anzeige neu zu berechnen. Dieser Mechanismus wusste, dass ein Bild veraltet war, aber nicht, welches er im Cache hielt: Eine noch nicht aktualisierte Liste konnte dort das alte Icon ablegen, und das neue wurde ignoriert. Der Mechanismus identifiziert jetzt den Inhalt jedes Bildes.

Importierte Bilder erschienen mit einem weißen Rand. Die Anzeige verwendete einen weißen Hintergrund und einen Abstand, was für alte Systemicons im nicht-adaptiven Format sinnvoll war, nicht aber für ein Foto. Importierte Bilder füllen jetzt die gesamte Kachel aus.

Übersetzungen

Eine systematische Prüfung ergab, dass 28 Bezeichnungen — hauptsächlich in den Erscheinungsbild-Einstellungen und der Wetteranzeige — nie über das Französische hinaus übersetzt worden waren: In allen anderen Sprachen erschienen sie auf Englisch, der Ausweichsprache der App. Sie sind jetzt in alle unterstützten Sprachen übersetzt.

So erhält man das Update

1.0.13 wird schrittweise über den Play Store ausgerollt. Die Überprüfung lässt sich auch manuell in der Play Store App unter „Apps und Gerät verwalten" erzwingen.

Im Google Play Store öffnen